Alternative Wurmkur

Die Schulmedizin empfiehlt 4-5 Wumkuren pro Jahr, bei Fohlen und Jährlingen sogar eine Entwurmung alle zwei Monate, d.h. 6 Wurmkuren pro Jahr. Da diese Menge Wurmkuren sowohl Darm und Leber der Pferde belasten, als auch den Geldbeutel der Besitzer und zudem die starke Lobbyarbeit der Pharmaindustrie bekannt ist (beim Thema Schweinegrippe war es wieder gut zu beobachten), haben wir uns etwas ausführlicher mit dem Thema beschäftigt.

Beim Pferd können verschiedene Würmer eine Rolle spielen:

Rundwürmer
Zu den Rundwürmern gehören u.a. Palisadenwürmer, Spulwürmer, Zwergfadenwürmer und Lungenwürmer. Diese Wurmarten legen im Darm Eier, welche dann über den Kot ausgeschieden werden. Die Pferde nehmen die Eier oder auch bei einigen Arten die Larven über das Futter auf. Während ihrer Entwicklungsstadien wandern die Larven durch den Körper und können dort (besonders wenn sie in größerer Zahl da sind) massive Schäden anrichten. Die meisten Arten leben als erwachsener Wurm dann wieder im Darm (außer der Lungenwurm, der jedoch nur sehr selten auftritt), und legen wiederum Eier.

Nachweis möglich? Nachweisbar ist der Wurmbefall von Rundwürmer meistens durch eine Kotuntersuchung, in der die entsprechenden Wurmeier zu finden sind. Da jedoch die Würmer während ihrer Entwicklung im Körper unterwegs sind, bevor sie Eier legen, ist eine Kotuntersuchung kein 100%iger Nachweis.

Welche Beschwerden? Wurmbefall ist zumeist an der äußeren Erscheinung des Pferdes zu sehen. dazu zählt ein stumpfes Fell, Abmagerung, ein aufgeblähter Bauch, schlechtes Wachstum. Dazu kann Juckreiz an der Schweifrübe kommen, sowie Durchfall oder Kolik. Beim Lungenwurm Husten und/oder Nasenausfluss.

Was entwurmen? Bei den Rundwürmern gibt es verschiedene Wirkstoffe. Die älteren Entwicklungen sind beinhalten Benzimidazole (Produkt: Panacur, Rintal). Hier wurden häufig Resistenzen beobachtet. Ein zweiter Wirstoff ist das Pyrantel (Produkt: Jernadex, Banminth), eine dritte Wirkstoffgruppe und von den Tierärzten heute am häufigsten empfohlen ist Ivermectin und Moxidectin (Produkte: Eraquell, Ivomec, Furexel, Equest). Hier ist man bisher davon ausgegangen, dass keine Resistenzen möglich sind. Aktuell gibt es jedoch neue Hinweise auf Würmer, die auf Ivermectin nicht mehr ansprechen. Desweiteren ist zu beachten, dass Zwergfadenwürmer nicht auf Pyrantel ansprechen und bei Lungenwürmern nicht Moxidectin eingesetzt werden sollte.

Wann entwurmen? Die Empfehlungen liegen bei viermal im Jahr: Mai vor dem Weideaustrieb, Juli, September und Anfang November.

Vorsorge möglich? Da die Eier oder Larven über das Fressen vom Boden mit aufgenommen werden, ist die beste Vorsorge das Absammeln der Pferdeäpfel von der Weide bzw. dem Paddock und das tägliche Misten der Boxen oder Liegebereiche.

 

Magendasseln
Die Magendasseln kleben ihre Eier an das Fell des Pferdes, häufig an den Vorderbeinen. Die Larven, die aus den Eiern schlüpfen, werden vom Pferd abgeleckt. Sie wandern durch Zunge und Mundschleimhaut und landen schliesslich im Magen. Erst nach ca. neun Monaten werden sie im folgenden Sommer mit dem Kot ausgeschieden

Nachweis möglich? Der Befall mit Dasselfliegen ist erst im folgenden Sommer (nachdem die Larven deutliche Schäden im Pferd hinterlassen haben) durch die Eier im Kot nachweisbar.

Welche Beschwerden? Zu Beginn können Kau- und Schluckbeschwerden auftreten, später Verletzungen der Magenschleimhaut. Die Pferde fressen nicht gut, magern ab und sind matt.

Was entwurmen? Chemisch ist die Magendassel mit den Wirkstoffen Ivermectin und Moxidectin (Produkte: Eraquell, Ivomec, Furexel, Equest) zu bekämpfen.

Wann entwurmen? Die Magendassel sollte Anfang November bekämpft werden. Bei starken Befall wird eine zweite Entwurmung im Januar empfohlen.

Vorsorge möglich? An den gut sichtbaren Fliegeneiern im Fell erkennt man den „Angriffsversuch“ der Magendasseln. Diese Eier möglichst mit einer Messerklinge abkratzen (geht leichter, wenn man die Stellen vorher mit Essig gewaschen hat)

 

Bandwürmer
Bandwürmer heften sich im Blinddarm an bzw. an der Hüft-Blinddarmklappe. Sie sind wahre Mitesser und nehmen mit ihrer Körperoberfläche Nahrungsbestandteile auf. Die hinteren reifen Bandwurmglieder werden mit den Eiern über den Kot ausgeschieden. Moosmilben nehmen die Eier auf und werden dann wiederum vom Pferd mit dem Futter gefressen.

Nachweis möglich? Die Bandwurmglieder kann man prinzipiell im Kot nachweisen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass zwei von drei Kotuntersuchungen trotz Wurmbefall negativ ausfallen (da man diese Glieder eben gerade nicht gefunden hat).

Welche Beschwerden? Da Bandwürmer fleissig mitfressen, hat das Pferd einen erhöhten Futterbedarf und sieht trotzdem abgemagert aus. Durch die Anheftung der Würmer kommt es zur Verletzung der Schleimhaut und schlimmstenfalls zur Geschwürbildung.

Was entwurmen? Chemisch werden Bandwürmer durch den Wirkstoff Praziquantel bekämpft (Produkte: Droncit (Einzelmittel) Equimax (Kombipräparat)). Angeblich wirkt auch die 2-3 fache Dosierung des Wirkstoffs Pyrantel (Produkt: Banminth).

Wann entwurmen? Für die Behandlung von Bandwürmern gibt es verschiedene Empfehlungen: Nur behandeln, wenn Verdacht vorliegt (es gibt nur einen sicheren Wirkstoff. Hinter dieser Empfehlung steht die Sorge vor Resistenzen), nur im Herbst behandeln (Oktober/November) oder zusätzlich auch noch im Frühsommer (Juni/Juli).

Vorsorge möglich? Bandwürmer benötigen die Moosmilbe als Zwischenwirt. Diese kommt vorwiegend auf feuchten Wiesen vor bzw. auch in Heu, welches auf eher feuchten Wiesen geerntet wurde.

 

Also doch die Chemiekeule?
Ich habe bisher die schulmedizinischen Empfehlungen genannt. Es gibt jedoch auch verschiedene Gründe, diese Empfehlungen kritisch zu hinterfragen:

Wurmkuren sind Gifte (die Würmer sterben schließlich nicht vom gut Zureden), welche die Darmflora und die Leber des Pferdes belasten und zudem durch das Ausscheiden der Pferdeäpfel die Mikroorganismen im Boden vergiften.

Eine leichte Verwurmung ist für Pferde normal. Die Natur hat das so vorgesehen. Es gibt Hinweise (Untersuchungen an Kindern bzgl. Zusammenhang Würmer/Allergien), dass die Würmer sogar einen Nutzen für das Immunsystem bringen.

Durch die chemischen Wurmkuren sterben die Würmer ab und werden ausgeschieden. Da das Immunsystem des Pferdes jedoch unverändert bleibt bzw. durch die Wurmkur eher geschwächt wird und die Aufnahme der Würmer bzw. Wurmeier danach genau so stattfindet, kann das Pferd nach kurzer Zeit wieder genau so verwurmt sein. Das Münchener Institut für Parasitologie hat die Wirkung von Entwurmungsmitteln an 30 Fohlen aus 7 verschiedenen Gestüten hinsichtlich Befall mit Spulwürmern getestet. 80% der Fohlen schieden Spulwurmeier aus und zwar gleichermaßen in allen Betrieben. Die jeweilige Entwurmung konnte immer nur die Menge der Eiausscheidung vorübergehend reduzieren. In einer anderen Untersuchung wurde gezeigt, dass bereits 12 Tage nach einer Ivermectin-haltigen Wurmkur wieder Wurmeier im Kot nachgewiesen werden können.

 

Alternative Möglichkeiten?
Es gibt sowohl homöopathische Mittel als auch Kräuter, welche das Pferd bei einem Wurmbefall unterstützen bzw. mithelfen die Zahl der Würmer in Grenzen zu halten. Der große Vorteil liegt darin, dass das Immunsystem des Pferdes gestärkt wird. Das Pferd wird in die Lage versetzt, sich selber mit den Würmern auseinander zu setzen. Den großen Nachteil sehe ich darin, dass man nicht weiss, ob die Mittel oder Kräuter helfen. Ich habe zumindest keinerlei Studien gefunden, auch nicht bei dem kommerziellen Kräuterpräparat, welches recht stark im Internet beworben wird. Im folgenden die gefundenen Möglichkeiten:

Homöopathie: Es gibt verschiedene homöopathische Mittel, die den Körper dazu anregen, Würmer auszuscheiden bzw. das Immunsystem so informieren, dass kein übermäßiger Wurmbefall stattfindet. Dazu gibt es verschiedene Empfehlungen. In der folgenden Tabelle habe ich alles gesammelt und unbewertet zusammengestellt.

Mittel Potenz Dosierung Wurmart
Abrotanum Urtinktur, D1 oder D3 3 x täglich, 8 – 21 Tage Spulwürmer, Hakenwürmer
Carduus Marianus D4 10 Tage Hakenwürmer
Cina D4 3 x täglich, 6 – 10 Tage Spulwürmer, Bandwürmer
Spigelia D3- D6 2 x täglich, 7 – 10 Tage Spulwürmer
Cuprum oxidatum nigrum D1, D2 2 x täglich, 7 – 14 Tage alle Wurmarten
Scirrhinum Fadenwürmer
Natrium sulfuricum D12 2 x täglich, 8 Tage Bandwürmer, Kokzidose
Calcium carbonicum C200 1 x zum Abschluss alle Wurmarten

Kräuter . Kräuter als Zusatzfutter für Pferde haben mich in den letzten Monaten regelrecht begeistert. Die Wirkung ist um ein Vielfaches besser als bei kommerziellen Produkten, bei denen der Kräuteranteil in der Regel recht gering ist und man zudem viele Füllstoffe und andere unerwünschte Inhaltsstoffe mitfüttern muss.

Man kann Kräutermischungen individuell auf die Bedürfnisse des Pferdes abstimmen und erzielt tolle Erfolge z.B. bei Hustenpferden, bei Magen- und Darmproblemen, zur Entgiftung (und damit häufig auch zum Abspecken), zur Stärkung von Leber und Niere oder auch zur Unterstützung des Bindegewebes.

Es gibt natürlich auch eine Vielzahl von Kräutern, die wurmabweisend wirken bzw. die Darmschleimhaut aufbauen und das Immunsystem unterstützen. Folgende Kräuter füttern wir zur Unterstützung einer Entwurmung (Mengenangaben bezieht sich auf eine Gabe): 6g Labkraut, 5g Wermut,5g Pfefferminze, 3g Tymian, 3g Brennessel, 2g Ulmenrinde, 2g Quassiaholz, 2g Kürbiskerne, 1g Papayablätter, 1g Knoblauch                         => 30g pro Portion (erwachsenes Pferd). Diese Kräuterkur verabreichen wir zweimal an 4 aufeinanderfolgenden Tagen mit 14 Tagen Abstand dazwischen.

Propolis. Propolis wird auch oft Bienenharz genannt. Die Bienen sammeln Harz aus verschiedenen Laub- und Nadelbäumen und vermischen es mit Blütenpollen, Wachs und Sekreten aus ihren Kopfdrüsen. Sie verwenden es an den Öffnungen des Bienenstockes und sind so überaus erfolgreich beim Schutz vor Parasiten.

Propolis beinhaltet jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Flavonoide. Es stärkt das Immunsystem und wirkt besonders gegen Bakterien und Pilze. Bei seinem Einsatz als immunstärkendes Mittel wurde zudem eine antiparasitäre Wirkung beobachtet, weswegen es nun auch zur alternativen Entwurmung zu empfehlen ist.

Die Empfehlung lautet: 1 l destilliertes Wasser mit 30ml reiner Propolistinktur mischen, gut schütteln, 2 x im Jahr über 8 Tage , 1 x täglich 2-3 Esslöffel (Großpferd),   1-2 Esslöffel (Pony) über das Futter geben.

Die Propolismischung kann auch wunderbar zur Behandlung von Wunden und Verletzungen verwendet werden.

 

Entwurmung auf Gut Heinrichshof?
Der erste Versuch

Zur Zeit entwurmen wir noch viermal im Jahr auf die chemische Art. Die Boxen werden zweimal am Tag gemistet, in den Aktivstall-Gruppen werden die Liegebereiche täglich gesäubert und die Paddocks und Winterweiden täglich abgeäppelt. Das Abäppeln der Weiden ist leider mit der aktuellen technischen Ausrüstung noch nicht möglich. Es ist aber unser Ziel.

Wir haben großes Interesse an alternativen Wurmkuren, können aber deren Wirksamkeit nicht einschätzen. Aus diesem Grund haben wir im September einen Versuch mit 15 Pferden gestartet. Von allen Pferden wurden Kotproben genommen. Bei 9 Pferden konnte ein geringer Befall mit Spulwürmern nachgewiesen werden, bei 2 Pferden haben wir Bandwurmeier gefunden.

Diese 9 Pferde erhielten im Abstand von zwei Wochen zweimal für 4 Tage die selbst zusammen gestellte Kräuter-Wurmkur, die zudem radionisch aufgewertet wurde. Nach der ersten Kräutergabe wurden wiederum Kotproben untersucht. Die Ergebnisse waren nahezu unverändert. Nach den zweiten „Kräutertagen“ gab es erneute Kotproben. Nun waren bei 8 von 9 Pferden eine deutlich erhöhte Anzahl vom Wurmeier im Kot.

Auch wenn dieses natürlich kein wissenschaftlicher Versuch mit eindeutigem Nachweis war, so liefert er dennoch Hinweise darauf, dass die Kräuter tatsächlich wurmtreibend wirken.

Der zweite Versuch

Nach diesem ersten positiven Versuch, haben wir mit 4 Pferden eine weitgehend alternative Entwurmung getestet.

Alle vier Pferde wurden Anfang November chemisch entwurmt, zunächst gegen Bandwürmern, danach gegen Rundwürmer und Magendasseln. Da man Magendasseln in den Kotproben erst viel zu spät nachweisen kann und Bandwürmer nur mit viel Glück, ist mir an dieser Stelle das Risiko einer rein alternativen Wurmkur (noch) zu groß.

Alle Pferde bekamen im Dezember, Januar, Februar und März jeweils für 4 Tage die Kräuterwurmkur verabreicht, kombiniert mit homöopathischen Medikamenten.

Mitte März haben wir von allen Pferden Kotproben entnommen, zusätzlich auch von Vergleichspferden aus denselben Aktivstallgruppen. Ein Testpferd hatte eine komplett negative Kotprobe, zwei Pferde einen geringgradigen Befall mit Spulwumeier (geringgradig bedeutet, dass man in der Probe 1-3 Eier gefunden hat), das vierte Testpferd hatte einen mäßigen Befall an Spulwurmeiern. Die Vergleichspferden zeigten einen mäßigen Befall an Parasiten. Wir haben überlegt, ob bei dem vierten Testpferd etwas anders gelaufen ist als bei den anderen drei Pferden. Dabei ist uns aufgefallen, dass die drei Pferde in den Wochen zuvor effektive Mikroorganismen (EM) bekamen zur Unterstützung einer gesunden Darmflora. Dieses war bei dem vierten Pferd nicht erfolgt.

Der dritte Versuch bei den eigenen Pferden

Eine chemische Wurmkur Mitte November gegen Magendasseln. Wurmkur gegen Bandwürmer nur noch bei bestehendem Verdacht (z.B. magere Pferde, wiederkehrende Hautprobleme trotz alternativer Behandlungsversuchen)

Neue Pferde bekommen zunächst 8 Wochen EM zur Unterstützung einer gesunden Darmflora. Sollten unsere Pferde Antibiotika benötigen, so wird im Anschluss der Medikation ebenfalls eine Kur mit EM über 6 Wochen durchgeführt (Antibiotika sind leider immer einer starker Angriff auf die Darmflora). Nach der chemischen Wurmkur geben wir für 4-6 Wochen EM. (Man kann EM auch dauerhaft geben. Mir widerstrebt das jedoch. Ich möchte meine Pferde gerne in dem Gesundheitszustand halten, dass es ihnen „alleine“ gut geht.)

Mitte Februar Propoliskur über 8 Tage

Mitte April Kräuterkur, 2 mal 4 Tage 30g im Abstand von 2 Wochen

Mitte Mai Kotprobe zur Kontrolle

Mitte September Propoliskur über 8 Tage

Die aktuelle Vorgehensweise bei den eigenen Pferden

Meine eigenen Pferde sind nun schon über 2 Jahre „wurmfrei“ (dazu zählen bei mir negative Kotproben oder geringgradig positive. Ein leichter Wurmbefall ist aus meiner Sicht in der Natur vorgesehen, d.h. „normal“ und unproblematisch.)

Die Wurmkur gegen Dasselfliege (Anfang Dezember) haben wir beibehalten. Ansonsten werden 2-3 Kotproben im Jahr untersucht. Meine Pferde bekommen nach der chemischen Wurmkur EM und ansonsten nach Bedarf (d.h. nach Antibiotika-Behandlungen oder wenn ich den Eindruck habe, dass sie Unterstützung benötigen.)  Kräuter und Propolis gebe ich ebenfalls nur noch, wenn es in irgendeiner Form angezeigt ist und nicht mehr nur zur Vorbeugung. Ich habe den Eindruck (und die Kotproben bestätigen es), dass es bei meinen Pferden in dieser Form ausreichend ist.

Mein Fazit: Wenn man den Darm in einem guten und gesunden Zustand hält, hat sich das Thema „Würmer“ erledigt.

Natürlich bemühen wir uns auch um möglichst saubere Boxen und Offenställe, um den Parasitendruck in Grenzen zu halten. In den Bereichen, in denen regelmäßiges Abäppeln nicht möglich ist (große Weiden), werden die Flächen mit effektiven Mikroorganismen (EM) behandelt.

Und hier ein weiterer Erfahrungsbericht der Pferdepension Schaal (www.pferdepension-schaal.de):

„Als ich Ihre Erfahrungsberichte wegen der Wurmkuren/Kotproben gelesen habe, dachte ich mir, ich kann vielleicht meine Erfahrungen hierzu an Sie weitergeben. Und zwar wie folgt:

EM auf Weiden: Ich setze seit Jahren selbst EMa an. Dies wird auf die  Weiden ausgebracht (allerdings erst seit 1 Jahr, daher kann ich noch nicht von einem vollen Erfolg berichten). Zudem bekommen die Pferde EMa zugefüttert (dazu unten mehr).  Wir haben immer mindestens eine Wechselweide…
Ergebnis: Wir schleppen unsere Weiden seit jeher ab, weil fast alle Einsteller zu faul sind abzuäppeln (und wir voll berufstätig sind bzw. waren – also auch keine Zeit haben). Seit nun auch die Weide mit EMa besprüht wird (beim Mulchen,  Schleppen …) sind die Pferdeäppel so schnell zerfallen, dass wir uns nicht mehr an nicht abgeäppelten Weiden stören. Ich meinen auch, dass unser Unkraut (speziell der breitblättrige Ampfer) etwas zurückgegangen ist.

Zum EMa selbst: Wir füttern es unseren Pferden so gut wie täglich!!!! ca. 1 Tasse täglich übers Kraftfutter oder mal kein EMa, weil ich es schlichtweg vergessen habe. Unsere Einsteller sind da besser. Diese geben EMa morgens und abends ins Futter – teilweise nur ein Schnapsgläschen voll.
Ergebnis: Sowohl unsere eigenen Pferde als auch die EMa-„behandelten“ Pferde unserer Einsteller haben immer negative Kotproben.  Auffallend sind  2 ältere Turnierpferde, die früher 3-4x jährl. entwurmt und vor allem gegen sämtliches Zeugs geimpft wurden. Sie haben – seit sie bei uns im Stall sind, und das ist nun 1 Jahr – ein gesund glänzendes Fell, dichtes Haarkleid bekommen, keine angelaufenen Beine mehr (sie kamen auch zuvor aus Paddock-Boxenhaltung mit Koppelgang!) …. Und bei allen EMa-Pferden fällt auf, dass die Pferdeäppel schnell zu zerfallen beginnen.  Dies passt auch zur Beobachtung mit der Koppel.

Im Winterhalbjahr füttern wir zum Heu noch etwas HEulage, eher „Feuchtheu“. Unsere Heulage wird nach dem Auspacken aus der Folie mit EMa-Verdünnung besprüht. Typisch nach Heulage gerochen hat unsere Heulage zwar noch nie, aber ab dem nächsten Tag duftet sie richtig gut. So gut, dass schon mehrere Tierärzte oder „Pferdefachleute“ ein Lob an meinen Mann aussprachen, was er für ein gutes Händchen bei der HEuernte hätte…
Somit bekommen die Pferde nicht nur gute Heulage, sondern gleich noch das EMa übers Futter mit – für ALLE Pferde. Also auch diejenigen, deren Einsteller sich nicht um die Extragabe EMa im Morgen-/Abendfutter kümmern.  Auch bei diesen Pferden sind die Kotproben überwiegend negativ.

Ganz krass ist das Ergebnis an unseren eigenen 3 Pferden (8, 10 und geschätzte 28 Jahre).
Ich entwurme nun seit 2006 nicht mehr!!!!! Kein Witz!!! ich gebe auch keine homöopathischen Tropfen, die eine Entwurmung fördern sollen (und hätte die Heilpraktikerin ja an der Hand). Alle 3 Pferdchen sehen propper und kugelrund aus, haben glänzendes Fell, keine Probleme beim Fellwechsel, prima Hufe…. und sämtliche Kotproben (2/Jahr oder sogar mehr werden abgegeben) sind negativ. “

Danke an Frau Schaal 🙂

Und hier noch eine nachgereichte Beobachtung aus der Pferdepension Schaal und der Einstellerin Frau Frau Allmandinger: „Wenn man den Hafer (ganze Körner) mit EM zusammen füttert, verbessert sich offensichtlich die Verdaulichkeit. Konnte man vorher Haferkörner im Kot finden, so nimmt das unter der beigefügten EM-Fütterung deutlich ab.“

Besonders bei älteren Pferden, bei denen die Verdauungsleistung nicht mehr so gut ist und die dann oft im Winter Probleme bekommen mit Abmagerung, könnte dieses eine gute Hilfe sein. Danke für den Tipp!

Update 2016

Inzwischen ist die Zahl der verwurmten Pferde immer weiter zurück gegangen. Bei der letzten Kotprobe waren es gerade einmal 4 Pferde mit geringgradigem Befall. Das Thema hat daher bei uns etwas an Bedeutung verloren.

Unsere aktuelle Vorgehensweise sieht daher so aus:

Anfang November eine chemische Wurmkur für alle Pferde (auch gegen Bandwurm und Dasselfliege)

Im April/Mai und im August/September Kotproben. Bei mehr als geringgradigem Befall bekommt das entsprechende Pferd eine chemische Wurmkur. Danach wird das Pferd jedoch mit verschiedenen alternativen Methoden behandelt, um eine erneute Verwurmung zu verhindern. Dazu gehört:

  • 6 Wochen effektive Mikroorganismen (10ml pro Tag)
  • Gleichzeitig 8 Tage 2-3 EL Propolislösung über das Futter, anschließend
  • 4 Wochen je eine Tablette (oder 10 Globuli) Calcium Carbonicum und Cuprum oxidatum nigrum

(Kotproben und alternative Behandlung nur auf freiwilliger Basis, wenn der Besitzer es möchte)

Diese Vorgehensweise hat sich bei uns sehr bewährt.

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